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Wissenswertes über Fassadenbeschichtung
Der richtige Umgang mit Farben und Putzen verlangt Wissen und Geschick. Die Gestaltung des Putzes hängt vor allem vom handwerklichen Können ab. Der farbliche Feinschliff stellt das künstlerische Empfinden auf die Probe. Die folgenden Seiten geben Anregungen:
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Die richtige Mischung
An den Hauptbestandteilen von Putzen hat sich seit rund einem Jahrhundert kaum etwas verändert. Sie bestehen vornehmlich aus anorganischen Elementen in kristalliner oder mehliger Form: Marmor, Quarz, Kalkstein und Sand. Der entscheidende Unterschied zwischen Putzen entsteht durch das jeweilige Bindemittel.
Bei organisch gebundenen Putzen dient ein Kunstharz als Bindemittel. Es wird aus Erdöl gewonnen. Organisch gebundene Putze eignen sich für alle tragfähigen, trockenen und sauberen Untergründe. Ihre Vorteile: sehr widerstandsfähig und in allen Farben, Strukturen und Körnungen lieferbar. Gestalterisch sind sie allen anderen Bindemittelgruppen überlegen.
Das Bindemittel von Siliconharzputzen ist, wie der Name schon sagt, ein Siliconharz. Es wird primär aus den Rohstoffen Kohle, Sand und Wasser gewonnen. Siliconharzputze zeichnen sich durch ihre Wasserdampf- und Kohlendioxiddurchlässigkeit aus. Sie kommen in erster Linie für kalkreiche Untergründe in Frage.
Einsatzbereich der Silikatputze sind vor allem mineralische Untergründe. Als Bindemittel dient Kaliwasserglas bzw. Kaliumsilikat.
Kalk oder Zement bzw. eine Mischung aus Kalk und Zement bindet die Mineralputze. Sie finden Anwendung auf rein mineralischen Untergründen.
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Gestalten mit Putzen
Alles andere als Mauerblümchen Putz als das Material in den Händen eines Künstlers. Der virtuose Umgang mit Putz macht aus dem Haus ein Schmuckstück. Die Voraussetzungen: das Beherrschen der kreativen Verarbeitungstechniken und das Wissen um die unterschiedlichen Körnungen und Strukturen.
Kratzputz: Seine Struktur entsteht durch gleiche Anteile verschiedener Korngrößen in der Sandmischung. Nach dem Trocknen ragt das Strukturkorn deutlich aus der gleichmäßigen Oberfläche heraus. (Abb. 1)
Rillenputz: Er enthält ein so genanntes Überkorn im Sandgemisch. Seine Größe bestimmt die Tiefe der Rillen in der Wand. Je nach Spachtelführung entstehen Rund-, Längs- und Querstrukturen. (Abb. 2)
Modellierputz: In pastöser Form wird er als dicke Schicht auf die Wand aufgetragen. Bevor er abbindet, können mit den unterschiedlichsten Werkzeugen sowohl einfache Strukturen als auch individuelle Oberflächen gestaltet werden. (Abb. 3)
Natursteinputz: Die dekorative Wirkung der Buntsteinputze beruht auf naturfarbenen Feinsanden.
Buntsteinputze: Sie übertreffen andere Putze an Widerstandsfähigkeit. Sie kommen daher besonders in Treppenhäusern und am Sockel von Gebäuden zum Einsatz. (Abb. 4)
Feinstputz: Das ausgeprägt breite Gestaltungs- und Farben- spektrum ermöglicht unterschiedliche Oberflächenwirkungen, die von modern bis dezent mediterran reichen. (Abb. 5)
Mineralischer Putz variierbar mit Effektsand: Dadurch entsteht ein Bezug zu natürlichen Oberflächen. Die Vorbilder aus der Natur sind Sande, Erden und Gesteine. (Abb. 6)
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