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Fassadenanstriche -> Mineralische Farben
Schlussbeschichtung: Farben
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Minerlfarben
Mineralfarben - auch Silicat- oder Silikatfarben, Wasserglasfarben (nach dem verwendeten Bindemittel) oder Keimfarben (nach dem Erfinder) genannt - sind Anstriche die, neben anorganischen Farbstoffen, als Bindemittel das Alkalisilikat Wasserglas (auch Kaliwasserglas, flüssiges Kaliumsilikat oder LIQVOR SILICIVM genannt) verwenden.
Die besondere Zusammensetzung von Silikatfarben verleiht diesen besondere Eigenschaften. Ein Anstrich mit Mineralfarben bildet nicht wie andere Anstriche eine Schicht, sondern verbindet sich unlösbar mit dem Untergrund (Verkieseln). Mineralisch-silikatische Anstriche gelten daher als sehr langlebig und witterungsbeständig. Sie erreichen im Prinzip die Langlebigkeit und höchste Lichtbeständigkeit eines Fresko. Ein Beispiel hierfür ist das im 19. Jahrhundert mit einem mineralischen Anstrich versehene Rathhaus in Schwyz in der Schweiz. Zum Abbinden setzen Silikatfarben einen siliziumhaltigen Grund voraus. Daher eignen sie sich für mineralische Untergründe wie mineralische Putze und Beton. Auf Holz und Metall sind sie nicht oder nur begrenzt verwendbar. Die Wasserdampfdurchlässigkeit (Diffusionsoffenheit) von Silikatfaben entspricht derjenigen des Malgrundes. Hierdurch wird der Befall der gestrichenen Flächen durch Pilze und Flechten erschwert. Eine Verschmutzung findet deshalb weniger leicht statt, weil sich mineralisch gestrichene Flächen nicht statisch aufladen und Schmutzpartikel daher leichter abgewaschen werden. Aufgrund ihres mineralischen Ursprungs sind Silikatfarben nicht brennbar und daher besonders feuersicher. Sie enthalten ferner keine oder kaum organische Lösungsmittel.
Anstriche in Wasserglas sind fachgerecht ausgeführt hochwertig und teuer; sie sind eher für die professionelle Verarbeitung vorgesehen, deswegen findet man sie praktisch nur im Fachhandel und nicht in Baumärkten. Silikatfarben sind nicht brennbar, und enthalten keine organischen Bestandteile (DIN 18363 Maler- und Lackierarbeiten - Beschichtungen 2.4.1).
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Reinsilikat- oder Zweikomponentensilikatanstrichen - die man vor Gebrauch erst anrühren muss - und Dispersionssilikatanstrichen, welche wie die beliebten Kunstharzdispersionsanstriche gebrauchsfertig im charakteristischen ovalen 10-Liter-Eimer geliefert werden. Letztere beruhen auf Acrylaten, die die Verkieselung erst im Trocknungsvorgang an der Wand in Gang bringen lassen. |
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