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Reduzierung von Wärmebrücken beim Neubau 2


VARIANTE 1:
Typische Situation im Gebäudebestand

Eine 24 cm starke Mauersteinwand sitzt auf der 36,5 cm Kellerwand auf, welche auch die Betonkellerdecke trägt. Diese Konstruktion ist zwar gemäß Energieeinsparverordnung nicht mehr zulässig, ist aber im Bestand weit verbreitet. Zusätzlich zu den Wärmever- lusten durch die Wand und die Kellerdecke fließt Wärme nach unten über die Keller- wand ab. Die Oberflächentemperatur in der Kante zwischen Wand und Fußboden ist deshalb noch geringer als in der ungestörten Wandfläche.
minimale Oberflächentemperatur: 10,9 °C Jahreswärmeverlust des ± 50 cm-Streifens: 344 Liter Heizöl.

Bewertung: Die Dämmung ist sowohl in der Fläche als auch in der Wärmebrücke sehr schlecht. Es besteht die Gefahr der Tauwasserbildung, und die Wärmeverluste sind unvertretbar hoch.

1 Hohlblockmauerwerk (24 cm, λ= 0,60 W/(mK))
2 Zementestrich (4 cm, λ= 1,2 W/(mK))
3 Trittschalldämmung (2 cm, λ= 0,04 W/(mK))
4 Betondecke (24 cm, λ= 1,75 W/(mK))
5 Kellerstein (36,5 cm, λ= 0,60 W/(mK))

VARIANTE 2:
Dämmung von Außenwand und
Kellerdecke ohne Beachtung der
Wärmebrücke


In dieser Variante, die leider immer noch eine Standardsanierung darstellt, sind sowohl die Außenwand (12 cm Außendämmung mit λ 0,035) als auch die Kellerdecke (6 cm unter der Kellerdecke) gedämmt. Dadurch sind die Innenoberflächentemperaturen sowohl im ungestörten Bereich als auch in der Wärmebrücke deutlich angehoben. Im Vergleich zur sonst guten Wärmedämmung bietet sich nun der Wärme ein sehr bequemer Weg über die gut leitenden Mauersteine nach unten zur Kellerwand. Hier fließt im Verhältnis zu den sonst stark reduzierten Wärmeverlusten sehr viel Wärme ab
minimale Oberflächentemperatur: 15,0° C Jahreswärmeverlust des ± 50 cm-Streifens: 183 Liter Heizöl

Bewertung: Durch die gute Außendämmung kann
Tauwasserbildung nun im Allgemeinen vermieden werden. Das gut leitende Mauerwerk unterbricht jedoch die dämmende Hülle und führt zu erheblich höheren Wärmeverlusten gegenüber der hochgedämmten Außenwand. Diese sind für eine gelungene Sanierung nicht akzeptabel.
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